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Bio-Baumwolle vs. Bambus – und andere nachhaltige Alternativen

Gepostet am 23 August 2019

Nachhaltige Materialien für unsere Produkte sind uns ein großes Anliegen und darum verwenden wir fast ausschließlich Bio-Baumwolle, Bambus und andere nachhaltige Alternativen. Doch was sind die Unterschiede?

Bio-Baumwolle vs. Bambus

Gerade bei Textilien greifen immer mehr Kunden zu Kleidungsstücken, die sich mit Labels wie ökologisch, biologisch oder Fair Trade schmücken dürfen. Nachhaltig und umweltschonend soll es sein, zugleich schätzen Konsumenten den großen Tragekomfort insbesondere von Baumwolle. Aber wie nachhaltig ist Öko-Baumwolle? Und: gibt es Alternativen?

Was ist Bio-Baumwolle?

Beim Anbau von Baumwolle, die die Bezeichnung Bio-Baumwolle verdient, dürfen keine Chemikalien wie Pestizide, Herbizide oder Kunstdünger verwendet werden. Die gesamte Anbau- und Verarbeitungskette muss in dieser Hinsicht nachvollziehbar sein.

Bio-Baumwolle

Vorteile von Bio-Baumwolle

Die liegen auf der Hand: Textilien aus ökologisch angebauter Baumwolle tragen sich super. Die weichen, angenehmen Fasern halten jahre-, sogar jahrzehntelang, schaden der Gesundheit nicht und verpesten auch weder Böden noch Grundwasser. Auch die in der Baumwollindustrie tätigen Menschen müssen nicht unter Giften leiden. Und da Baumwolle ein nachwachsender Rohstoff ist, kann sie unbegrenzt angebaut werden.

Nachteile des Baumwoll-Anbaus

Nun ja... Baumwolle ist ein nachwachsendes landwirtschaftliches Erzeugnis. Allerdings ist der Wasserverbrauch der Pflanzen enorm. Und für ein einziges T-Shirt werden auch bei nachhaltigem Anbau immer noch genug Chemikalien verbraucht – an die 200g können es sein.

Schwachstelle Verarbeitung

Der springende Punkt bei der Baumwollverarbeitung ist oft der Färbeprozess. Selbst wenn bis dahin alles gut gegangen ist: hier wird oft die chemische Keule geschwungen. Anders sind die leuchtenden Farben beim Baumwollgewebe meist gar nicht machbar. Wer darauf verzichtet, muss sich mit eher „dezenten“ Farben zufriedengeben.

Typische Produkte aus Bio-Baumwolle

Besonders häufig greifen Eltern von Kleinkindern zu biologisch angebauter Baumwolle. Denn wenn ein Kleidungsstück höchsten Ansprüchen genügen soll, muss der gesamte Herstellungsprozess einschließlich der Behandlung und Färbung der Fasern mit einbezogen werden. Das hat nun mal seinen Preis. Aber für die eigenen Kinder greift man dann auch mal tiefer in die Tasche. Auch Allergiker schätzen Bio-Baumwolle, unter anderem, weil die haltbaren Fasern auch bei hohen Temperaturen waschbar sind.

Was ist Bambus, und was kann die tolle Faser?

Bambus wird in Asien schon seit Jahrhunderten zu Fasern verarbeitet und für Kleidungsstücke, Hüte oder Schuhe, aber auch für Matten verwendet. Was in Europa kaum jemand weiß – Bambus ist kein Baum, sondern ein Gras, wenn auch ein sehr flinkes. Manche Arten wachsen einen Meter pro Tag. Die Pflanze gilt als robust und wetterfest und tut dem Boden im Wachstum Gutes. Bambusfasern und Textilien aus Bambusfasern werden gern als Alternative zur wasserschluckenden Baumwolle angepriesen.

Bambus

Vorzüge von Bambusfasern

Bambustextilien sind atmungsaktiv und seidig weich. Der Tragekomfort entspricht dem von Seide, zugleich ist das Material aber pflegeleicht und saugfähig. Überdies hat Bambus hypoallergene, antibakterielle und insektenabweisende Eigenschaften! Er ist knitterfrei und maschinenwaschbar, dabei kommt man ganz ohne Weichspüler aus. Da man Bambusfasern hervorragend färben kann, erhält man auch mit organischen Farbstoffen überzeugende, wunderschöne Ergebnisse.

Bambus ist ebenso wie Baumwolle ein nachwachsendes landwirtschaftliches Erzeugnis – er wächst sogar sehr schnell nach. Da die Pflanze ohnehin bakterien- und schädlingsresistent ist, benötigt sie keine Chemikalien beim Wachstum. Der Wasserverbrauch der Bambuspflanze ist gering, sie gedeiht auch auf armen Böden und wertet diese sogar noch auf. Eine Wunderpflanze? Nicht ganz!

Nachteile: vor allem bei der Verarbeitung

Während der Bambus selbst eine anspruchslose und äußerst nützliche Pflanze ist, die praktisch überall rasch in die Höhe schießt, liegt hier das Problem in der Verarbeitung. Denn um die Fasern geschmeidig zu machen, ist viel Wasser und eine Unmenge Chemikalien notwendig. Und sofort hat es den ökologischen Anbau wieder zerschossen. Was hilft ist ein Blick auf die Zertifizierung – denn auch bei Bambustextilien ist ein ÖkoTex-Label ein Hinweis darauf, dass die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse nachhaltigen Standards entsprechen.

Typische Textilprodukte aus Bambus

Textilien aus Bambusgarn sind noch nicht allzu verbreitet. Was sich aber bereits herumgesprochen hat: Laken und leichte Decken aus Bambus passen sich kühlem oder warmem Wetter an und sind außerdem noch hypoallergen.

 

Bambus oder Baumwolle – was ist besser?

Kann man sich für eine der beiden Fasern entscheiden, wenn es um Nachhaltigkeit geht? Hier können wir ein klares Jein äußern! Einerseits ist Bambus, trotz der nicht immer "sauberen" Verarbeitung, sicherlich ein insgesamt nachhaltigerer Werkstoff als Baumwolle und bietet einen vergleichbaren, wenn nicht sogar höheren Tragekomfort. Andererseits fehlen hier noch entsprechende Zertifizierungen, die Transparenz für Verbraucher gewährleisten. Das Nonplusultra ist bei den alternativen Fasern noch immer nicht gefunden. Eine mögliche Alternative: Textilien aus Algen, hergestellt mit umweltverträglichen Lösungsmitteln aus Cellulose. Solche Stoffe sind nicht nur gesund für die Haut, sondern können schon von Kleinkindern getragen werden und vermitteln ein edles Tragegefühl wie Seide oder Kaschmir-Wolle.

Unsere Bilanz: wie gut sind Bambus oder Baumwolle wirklich?

Egal für welche Faser man sich entscheidet – es geht nicht ohne einen genauen Blick auf den gesamten Herstellungsprozess. Nicht nur der Anbau, auch die Verarbeitung sind dabei zu berücksichtigen. Um den Schaden für die Umwelt so gering wie möglich zu halten, bietet sich auch das Recyceln von Naturfasern an.

Wir bei NIKIN legen grossen auf nachhaltige Produkte zu fairen Preisen. Daher sind wir stets auf der Suche nach passenden nachhaltigen Alternativen zu herkömmlichen Materialien. Wir setzen seit längerem auf Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester, statt den herkömmlichen Varianten, die oftmals nicht sehr nachhaltig sind. Wir wollen, dass nachhaltige Materialien zum Standard werden und nicht nur ein Luxus der Oberschicht ist. Wir wollen nachhaltige und faire Mode für alle erreichbar und bezahlbar machen und haben schon diverse Alternativen ausprobiert – wie z.B. recycelte Baumwollfasern aus alten Jeans (für unsere Treeanies), oder auch Bambus für unsere TreeSocks. Wir sind mit beiden zufrieden, wobei beide Materialien ihre Vor- und Nachteile haben. Natürlich sind wir noch längst nicht perfekt, aber es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Darum sind wir stets auf der Suche nach noch nachhaltigeren Materialien für unsere Produkte!

Was unsere Kunden tun können

Mit der Auswahl der eigenen Kleidung kann man ein Zeichen gegen Wegwerfmode setzen. Eindeutig für Qualität, und gegen Quantität. Lieber einige wenige Teile, dafür aber gut. Das hat seinen Preis – aber auf lange Sicht lohnt sich die Anschaffung derartiger Stücke. Qualität ist gut für die Umwelt. Und langfristig auch für den Geldbeutel.

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